Kunstbrut und/oder Naturbrut

 

Die schönste Art für einen Züchter Nachwuchs von seinen Hühnern zu bekommen ist die Naturbrut. Leider entwickeln aber nicht alle Rassen einen natürlichen Bruttrieb, so daß viele Züchter auf die Kunstbrut im Brutapparat zurückgreifen müssen.

 

 

 

 

Zwerg-Wyandotten Glucke mit eigenen Küken

 

Ein Vorteil bei der Kunstbrut liegt eindeutig in der Menge, die man auf einmal brüten kann. Kann ein Huhn je nach Rasse bis zu 10 Eier bebrüten, liegt das Fassungsvermögen eines Brutapparates, je nach Bauart und Größe der Eier, bei mindestens 40 Eiern. Ein weiterer Vorteil der Kunstbrut ist das frühere Einlegen der Eier am Jahresanfang.

Bruthennen entwickeln ihren Bruttrieb erst im späten Frühjahr. Um aber genügend Nachwuchs für die Ausstellungen, die gewöhnlich im Herbst stattfinden, zu haben, muß man früher mit der Brut beginnen. Dann haben die Junghühner über 9 Monate Zeit ihr Federkleid und den Körperbau voll zu entwickeln.

 

Dennoch verzichtet fast kein Züchter auf die Möglichkeit, Küken in Naturbrut aufwachsen zu lassen. Die Küken sind meist robuster und die Schlupfrate im Gegensatz zur Kunstbrut in der Regel besser. Wie schon erwähnt entwickelt aber nicht jede Rasse einen natürlichen Bruttrieb. Hier kann man auf "Ammen-Hühner" zurückgreifen. Diesen Hühnern werden einfach Eier von anderen Rassen untergeschoben, die sie dann ausbrüten.

 

Hühnern ist es egal, welche Küken aus den Eiern kommen und sie brüten so lange, bis die heißersehnten Küken schlüpfen. Ob sie jetzt 21 Tage auf Hühnereiern, oder 28 Tage auf Enteneiern sitzen - Hühner können nicht zählen und Küken sind Küken - ob nun Huhn oder Ente das macht für sie keinen Unterschied. Eine gute Bruthenne kann im Extremfall auch einmal 5 Wochen sitzenbleiben, wenn die ersten Eier nach 2 Wochen gegen frische Eier ausgetauscht werden müssen. Jedoch sollte man bedenken, dass während der Brut kaum Nahrung aufgenommen wird und das Brüten für die Henne sehr anstrengend ist. Daher darf man nie übertreiben. Schließlich steht das Wohl der Tiere immer an erster Stelle!

 

Um den 5. Tag nach Brutbeginn kann beim Durchleuten, dem sog. Schieren, bereits das Gefäßnetz und der Embryo (roter Fleck) deutlich erkannt werden.

 

 

 

Glucken mit "Kuckucks-Küken"

 

 

 

Zwei Appenzeller Spitzhauben Hennen

mit Küken von

Westfälischen Totlegern

 

 

 

 

 

Eine Appenzeller

Spitzhauben Glucke

mit weißen Marans-Küken

 

 

 

 

 

Eine Zwerghenne (Mischling)

mit Küken vom Schweizer Huhn

 

 

 

Ein Küken schlüpft

 

 

 

Das Ei ist schon angepickt. Seit 2 Tagen piepst es hörbar aus dem Brutapparat.

 

 

 

 

 

Der Deckel ist zwar schon fast weggesprengt, aber der Kraftakt geht noch weiter.

 

 

Die erste große Hürde ist genommen, das Köpfchen ist schon frei. Das Küken hat sich eine Verschnaufpause verdient.

 

 

 

Endlich geschafft!! Das Küken ist geschlüpft und völlig erschöpft. Es darf sich jetzt ausruhen und trocknen.

Kaum sind die Federn trocken, schon wir die Umgebung neugierig begutachtet. Es wird Zeit, dass das kleine Geschöpf in den Kükenstall mit Wärmelampe und Kuschelmöglichkeit kommt.

Tag der offenen Tür des Kleintierzuchvereins am 16. Juni 2019

von 10.00-17.00 Uhr